Sunday, 27 April 2008
"Amen, I'm alive"
Frühlingsgefühle sind Arschlöcher - nein eigentlich doch schön, ach doch nicht, o ja ich will mehr davon, nein bist du wahnsinnig nicht mehr - weg damit........
Wenn der Frühling kommt und das Leben ringsherum wieder beginnt, verschiedenste Hormone ausgeschüttet werden und die Bekleidung wieder weniger wird.......dann ist es wieder soweit, dann laufen die Gefühle Amok.
Könnte ich mich nur entscheiden ob ich mich freue oder lieber weinen geh, weil mich diese Gefühle anfallen wie kleine Blutegel.
Im Moment ist es wirklich eher wie mit Blutegeln - sie saugen dir etwas Kostbares aus, geben dir aber nichts zurück. Würde man von diesen kleinen Viechern etwas im Gegenzug erhalten, dann wären sie sicher nicht so unbeliebt...
Es ist schön dieses Kribbeln zu haben, dieses Herzklopfen das so stark ist, dass man denkt die Person die einem gegenüber sitzt muss es doch sicher merken - sicher sieht man doch sogar durchs Shirt das Herz gegen die Rippen klopfen.
Aber im Endeffekt sitzt man dann doch irgendwo alleine und sinniert über Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, während man denkt das Herz zerspringt einem gleich und man kippt sicher in den nächsten Minuten, mit dem letzten Gedanken an eine romantische, kuschlige, einfach schöne Zeit die man mit jemanden haben könnte, tot von der Parkbank.
Also was tun mit dieser unheimlichen Fülle an Liebe und Romantik die man zu geben hat?
Option 1 wäre jemanden suchen oder hoffen von jemanden gefunden zu werden mit dem man dies im Rahmen einer Beziehung teilen kann
Option 2 würde darin resultieren sich irgendjemanden zu suchen und mit demjenigen wild herum zu knutschen, oder was man sonst noch machen will, und dann zu hoffen nie wieder dieser Person über den Weg zu laufen
Wenn man allerdings nicht weiß was man will, Angst hat und/oder zu viel nachdenkt......dann kann man nur hoffen, dass der Frühling schnell vorbei geht
- und die Möglichkeit verschwindet diese Gefühle befriedigend auszukosten und nicht nur darunter zu leiden.
Oder hat es dann vielleicht doch gar nichts mit dem Frühling zu tun.........
(.....Oh God, I wanna be that someone that you with.....)
Monday, 14 April 2008
Wenn der Arzt mit dem Patienten

Ok, jetzt ist es soweit - ich beginne Ärzte zu hassen (zumindest manche). Nein ernsthaft, sie bringen mich auf die Palme. So scheiße drauf war ich schon lange nicht mehr, als nach diesem Arztbesuch. Ich musste 1 1/2 Stunden warten (wobei das alleine kein Problem wäre), nur damit ich dann in 5 Minuten abgespeist werde. Und natürlich konnte ich nicht wie vorgenommen, in Ruhe über das ganze Problem reden, sondern es ging eher so: "Weswegen sind sie da? Aha, ja. Zeigen sie mal Brust und Rücken. Ja da könnte ich ihnen dieses und jenes verschreiben, aber jetzt probieren wir es einmal mit dem. Ich gebe ihnen einen Folder mit, das können sie sich dann durchlesen." - "Und wie lange soll ich das jetzt anwenden?" - "Naja, 2-3 Monate müssen sie das schon mal nehmen damit man mal eine erste Wirkung sieht." - "Ok." - "Gut wir sehen uns dann wieder. Wiedersehen."
WTF?! Man kommt nicht einmal dazu Fragen zu stellen, man bekommt nur das Gefühl vermittelt, dass man eine lästige Fliege am Auge einer Kuh ist. Mich kotzt diese Massenabfertigung (sowie auch Massenproduktion), die sich durch unser ganzes Leben zieht, an.
Und das Beste - das Medikament, welches ich eigentlich haben wollte, bekommt man nur wenn man orale Kontrazeptiva einnimmt. Ich meine -Hallo?- es gibt sicher sehr viele Medikamente die schädigend auf einen Fötus wirken, aber muss man bei jedem prophylaktisch die Pille (verpflichtend!) nehmen? - Nein.
Reicht es denn nicht, wenn man den Wisch unterschreiben muss, dass man über die Nebenwirkungen und die ganzen tollen Sachen die mit der Einnahme des Wundermittels verbunden sind, vom Arzt (das ich nicht lache) aufgeklärt worden ist? Und ist es nicht genug, dass dieses Medikament meinen Körper belastet, muss ich mich noch unnötig mit Hormonen vollpumpen nur damit das Gewissen der Pharmafirmen beruhigt ist?
Resultat dieses Arzttermins: Frust, sinkende Lust überhaupt etwas gegen das Problem zu tun und 18,40€ für den Apotheker.
Thursday, 3 April 2008
Samenspende vs. Eispende
Samenspenden hielt ich eigentlich immer für eine gute Sache. Ich habe zwar nie ganz verstanden warum Männer für ein bisschen Unterarmtraining, etwas was ihnen Spaß macht, keinerlei gesundheitliche Risiken birgt und zusätzlich noch zur Befriedigung des Urinstinkts dient (nämlich den seine Erbanlagen so weit und häufig wie möglich zu verteilen), auch noch Geld bekommen - aber ok, sie helfen damit Menschen die einen übermächtigen, anscheinend unbezwingbaren, Wunsch nach einem Kind haben.
Nun kam mir aber heute nach einer ewig langen und frustrierenden ("ah, das hört sich interessant an - nein, doch nicht..., das könnte was sein - nein, da muss ich ja mit Menschen reden..."), verzweifelten Suche nach Einkommensquellen, der Gedanke: das was bei den Männern so heiß begehrt scheint, ist ja eigentlich nicht fähig für sich alleine ein Kind zu zeugen - da lag für mich der wahnwitzige Umkehrschluss nahe, dass der Teil der Frau, der auch nicht ganz unwesentlich für die Entstehung neuen Lebens ist, doch auch etwas wert sein muss.

Optimistisch, zu optimistisch, machte ich mich auf die Suche in den weiten des Internets. Schnell wurde ich desillusioniert.
Nein, bei Frauen und Eizellen ist das was anderes - das ist eine biologische Spende (was ist dann die Samenflüssigkeit - eine chemische Spende?? Polyurethan-Klebstoff??) wie Rückenmark und Organspenden - die folglich altruistisch und freiwillig gegeben wird.
Aber nein, man geht trotzdem nicht ganz leer aus - man bekommt dafür eine komplette Studie des Geschlechtsapparates (wer hat sich das nicht schon immer gewünscht) und "in jedem Fall (!) werden die medizinischen Kosten und pharmazeutischen Ausgaben im Zusammenhang mit der Behandlung übernommen" (oh wie nett, vielen Dank, zu gütig). Außerdem hat man ja nur ein 3-5%iges Risiko, dass der Körper das Vollpumpen mit Hormonen nicht so ganz akzeptieren mag und durch eine Hyperstimulation krank wird.
Also ich find das toll - jene die ein Kind unbedingt wollen, können sich aus einen Pool von genetisch überprüften und vorgefilterten Ei- und Samenzellen ihr Wunschbaby basteln, weil die eizellenproduzierende Frau so rührend altruistisch gehandelt hat und ihre von gottgegebene (und erbkrankheitsfreie!) Fruchtbarkeit teilt.
Und natürlich - diese altruistische Handlung liegt den Frauen selbstverständlich viel mehr als den Männern (die leisten ja körperliche Schwerarbeit und müssen dafür eine "Aufwandsentschädigung" bekommen).





